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Informationen rund um DGPS


Fragen und Antworten zu DGPS

  • Was ist DGPS (Differentielles GPS)?
    Um die Genauigkeit der Positionsbestimmung mit GPS zu erhöhen, werden zusätzlich zu den Satellitensignalen noch Korrekturdaten benötigt. Diese gleichen die Fehler aus, die durch die künstliche Verfälschung der Satellitendaten (SA) entstehen. Korrekturdaten werden von einer Referenzstation erzeugt und, die an einem genau vermessenen Punkt einen Soll/Ist-Vergleich durchführt. Ein DGPS-fähiger GPS-Empfänger, dem diese Daten (im RTCM-Format) über die Datenschnittstelle zugeführt werden ist dann in der Lage, eine genauere Positionsberechnung durchzuführen.

  • Wie genau sind Positionsbestimmungen mit DGPS?
    Mit Hilfe von differentiellen Messverfahren lassen sich Genauigkeiten im Bereich von 1-3 Metern erreichen. Ausschlaggebend für die erreichte Genauigkeit sind u.a. die Distanz zum Korrekturdatensender und die Signalqualität.

  • Wo und wie kann man DGPS-Daten empfangen?
    In der Schweiz z.B. über die UKW-Radiostationen von DRS. Benötigt nebst dem DGPS-Korrekturdatenempfänger eine zusätzliche jährliche Konzessionsgebühr der Swisscom. Alternativ mit dem d·BlackBox Empfänger auf dem ALF Netz der deutschen Telekom.

    In Küstenregionen von Nord- und Ostsee durch Korrektursender, die für die Küstenschifffahrt betrieben werden. (Solche Sender existieren auch an Küsten anderer europäischer Länder und der USA).

    Flächendeckend in Deutschland und im angrenzenden Ausland über Langwelle der deutschen Telekom (ALF) und fast flächendeckend in Deutschland über die UKW-Sender von den ARD-Rundfunkanstalten.

  • Was ist beim Empfang von DGPS-Daten zu beachten?
    Unterschiede bestehen zwischen dem Langwellenkorrektursignal und dem UKW-Korrektursignal hauptsächlich in der Datensicherheit bei unterschiedlichen Einsatzbedingungen. Die UKW- Korrekturdaten werden durch umgebungsabhängige Abschattungen (z.B. durch Berge) und Reflexionen (z.B. an Gebäuden) beeinflusst. Das Langwellensignal kann in der Nähe von Hochspannungsleitungen, Eisen- und Strassenbahnoberleitungen oder starker elektromagnetischer Felder gestört werden. Abschattungen sind dagegen kaum merklich.

  • Schweizerische Messstation.
    In der Schweiz betreibt die Landestopographie eine DGPS-Messstation, wo die Korrekturwerte zwischen den gemessenen Distanzen zu den GPS-Satelliten und dem koordinatenmässig präzise bekannten Referenzpunkt der Messstation laufend berechnet wird. Die so ermittelten Abweichungen werden als Korrektursignale den GPS- Anwendern über die schweizerischen UKW-Radiostationen (DRS) über die RDS-Signale übermittelt. Für den Empfang wird ein zusätzlicher DGPS-Empfänger benötigt sowie eine Konzession der Swisscom. Die damit erzielbaren Genauigkeiten liegen im Bereich von 1 bis 1
    0 Meter.

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Aktualisiert am: 21. März 2004

Irrtum und techn. Änderungen vorbehalten. 

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